Unternehmensinsolvenzen im Juni 2026: +15,8 % gegenüber Juni 2025

11/09/2026 às 06:00497 Aufrufe
Destatis Alemanha
PresseKonzerthaftnisse im Juni 2026: +15,8 % im Vergleich zu Juni 2025

Pressemitteilung Nr. 325 vom 11. September 2026

  • Verbraucherinsolvenzen Juni 2026: +5,1 % im Vergleich zu Juni 2025
  • 1. Erste Hälfte 2026: 6,7 % mehr Unternehmensinsolvenzen und 2,4 % mehr Verbraucherinsolvenzen als im Vorjahreszeitraum

WIESSBADEN – Im Juni 2026 beantragten die deutschen Amtsgerichte 2.266 Unternehmensinsolvenzen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, entspricht dies einem Anstieg von 15,8  % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt der Insolvenzantrag liegt in vielen Fällen annähernd drei  Monate davor.

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1. Erster Halbjahr 2026: 6,7 % mehr Unternehmensinsolvenzen als im Vorjahreszeitraum bei geringerer Forderungssumme

Zwischen Januar und Juni 2026 wurden 12.812 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Dies entspricht einem Anstieg von 6,7  % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die höchste Anzahl von Unternehmensinsolvenzen wurde zuletzt im ersten Halbjahr 2013 mit 13.253 Fällen verzeichnet.

Die Forderungen der Gläubiger aus den im 1. Halbjahr 2026 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 18,5 Milliarden Euro. Von Januar bis Juni 2025 hatten die Forderungen bei rund 28,2 Milliarden Euro gelegen. Dieser Rückgang der Forderungen trotz steigender Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass im 1. Halbjahr 2025 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt hatten als im 1. Halbjahr 2026.

Insolvenzhäufigkeit im Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei am höchsten

Bezogen auf 10 000 Unternehmen gab es im 1. Halbjahr 2026 insgesamt 36,2 Unternehmensinsolvenzen. Am höchsten war die Insolvenzhäufigkeit im Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei mit 71,6 Fällen je 10 000 Unternehmen. Danach folgte das Gastgewerbe mit 59,6 Fällen und das Baugewerbe mit 53,4 Insolvenzen.

Verbraucherinsolvenzen: +5,1 % im Juni 2026, +2,4 im 1. Halbjahr 2026

Im Juni 2026 gab es 6 839 Verbraucherinsolvenzen. Das waren 5,1 % mehr als im Vorjahresmonat. Für das 1. Halbjahr 2026 wurden 38 932 Verbraucherinsolvenzen gemeldet. Das bedeutet einen Anstieg von 2,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Methodische Hinweise:

Die Insolvenzstatistik erfasst nur Geschäftsfälle, die im Rahmen eines Insolvenzverfahrens ablaufen, nicht jedoch solche aus anderen Gründen bzw. vor Eintritt akuter Zahlungsunsicherheiten.

Bei der Berechnung der Insolvenzhäufigkeit wurden Angaben aus dem statistischen Unternehmensregister zum Unternehmensbestand herangezogen. Als Unternehmen werden rechtliche Einheiten verstanden. Rechtliche Einheiten sind juristische und natürliche Personen, die eine Wirtschaftstätigkeit selbstständig ausüben, wie beispielsweise Aktiengesellschaften, Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH), offene Handelsgesellschaften oder auch Einzelunternehmen.

Weitere Hinweise zurInterpretation und Vergleichbarkeit der Insolvenzstatistikenbietet der Bereich "Methodenauf der ThemenseiteGewerbemeldungen und Insolvenzen" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.

Weitere Informationen:

Detaillierte Ergebnisse bieten dieTabellen 52411 (Insolvenzen)in der Datenbank GENESIS-Onlinesowie die Themenseite "Gewerbemeldungen und Insolvenzen"Im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.

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