Der Krieg in der Ukraine zeigt es: Drohnentechnologie ist vom Gefechtsfeld nicht mehr wegzudenken. Die unbemannten ferngesteuerten Systeme dienen verschiedenen Zwecken – von Aufklärung bis Verteidigung. In der Bundeswehr spielen Drohnen ebenfalls eine immer größere Rolle. Ein Überblick, wo sie zum Einsatz kommen und was geplant ist.
Von der winzigen Black Hornet für die Aufklärung im Nahbereich bis hin zur mächtigen Heron TP mit einer Flughöhe von bis zu 12.500 Metern: Die Bundeswehr setzt unbemannte Systeme schon seit mehr als einem Jahrzehnt für die Aufklärung ein. Aus sicherer Distanz gesteuert, sorgten Drohnen in den Auslandseinsätzen für zusätzliche Sicherheit. Die Feldlager der Einsatzkontingente wurden zudem mit Drohnenabwehrsystemen geschützt.
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Luftverteidigung

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„Nachgefragt“
Datum
09.10.2025
Ort
Berlin

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Drohnenabwehr
Datum
30.03.2023
Ort
Rukla

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HALE, MALE, UAS
Datum
05.02.2021
Ort
Berlin

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ASUL in Mali
Datum
20.02.2023
Ort
Gao

Die Heron-Drohne aus israelischer Produktion zum Beispiel wird seit 2010 von der Bundeswehr eingesetzt. Sie gehört zur sogenannten MALE-Klasse, die in Einsatzhöhen von 5.000 Metern und mehr operiert und länger als einen Tag in der Luft bleiben kann. Zunächst wurden mehrere Heron 1 bis zum Ende des Bundeswehr-Einsatzes in Mali geleast. Nach 2018 beschloss der Bundestag zudem die Beschaffung von fünf Exemplaren der verbesserten und darüber hinaus auch bewaffnungsfähigen Variante German Heron TP. Im September 2025 wurde zudem der Kauf von drei weiteren German Heron TP vom Bundestag bewilligt, zusätzlich zu den fünf geleasten.
Über der Ostsee trägt die German Heron TP bereits zur Seeraumüberwachung bei. Das System bildet die Brücke zur Eurodrohne, die zu Beginn des nächsten Jahrzehnts in die Truppe kommen wird. Die Eurodrohne wird von Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien gemeinsam entwickelt. Deutschland hat insgesamt sieben Eurodrohnen-Systeme bestellt. Diese bestehen aus jeweils drei bewaffnungsfähigen Drohnen und zwei Bodenstationen.
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Baltic Sentry
Datum
09.04.2025
Ort
Ostsee

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Ausrüstung & Technik
Datum
15.05.2024
Ort
Jagel

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„Nachgefragt“
Datum
14.03.2025
Ort
Berlin

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Datum
08.12.2022
Ort
Israel

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Unterstützung aus der Luft
Datum
04.10.2022
Ort
Israel

Drohnen zu Wasser, an Land und in der Luft
Drohnentechnologie wird nicht nur für Luftfahrzeuge eingesetzt. Die Marine nutzt beispielsweise die Unterwasser-Aufklärungsdrohne Seacat, um ein besseres Bild von der Lage unter der Wasseroberfläche zu bekommen. Das Heer setzt unter anderem auf Quadrocopter-Drohnen, um Sprengfallen oder Minensperren aus minimaler Flughöhe aufzuklären. Das geht nicht nur schneller als zu Fuß, sondern ist darüber hinaus auch wesentlich sicherer. Auch vier Schreitroboter wurden bereits von der Bundeswehr beschafft. Sie begleiten Infanterie zum Beispiel „zu Fuß“ und können für Aufklärung oder als Transportmittel für Ausrüstung genutzt werden.
Kleindrohnen
Im Krieg in der Ukraine führt der flächendeckende Einsatz von Klein- und Kleinstdrohnen zum Phänomen des gläsernen Gefechtsfelds: Die ganze Front wird nahezu lückenlos überwacht, kaum eine Bewegung bleibt der Gegenseite verborgen. Die Gefahr eines tödlichen Angriffs aus der Luft ist für alle Soldatinnen und Soldaten dort ein ständiger Begleiter.

„Drohnen sind längst zum Sinnbild und zur Schlüsseltechnologie für den Krieg der Zukunft geworden. Wir müssen uns auf ein extrem breites Bedrohungsspektrum einstellen.“
Um der Bedrohung durch Klein- und Kleinstdrohnen Rechnung zu tragen, sucht die Bundeswehr den Schulterschluss mit der Rüstungsindustrie und der Wissenschaft. Zudem werden zivile Projekte gefördert, wenn sie einen militärischen Nutzen erkennen lassen. Im Cyber Innovation Hub der Bundeswehr kommen kreative Köpfe aus der IT-Branche und militärische Fachleute zusammen, um gemeinsam an innovativen Lösungen zu arbeiten. Zudem soll der Umgang mit und die Abwehr von Klein- und Kleinstdrohnen künftig ein fester Teil der soldatischen Ausbildung in der Bundeswehr werden.
Bundeswehr beschafft Loitering Munition
Eine wichtige Kategorie im Bereich der Drohnen ist Loitering Munition – umgangssprachlich oft auch als Kamikazedrohnen bezeichnet. Loitering Munition bedeutet auf Deutsch so viel wie herumlungernde oder abwartende Munition. Denn sie kann lange in der Luft kreisen, bevor sie sich auf ihr Ziel stürzt, um es zu bekämpfen. Dies sei für moderne Streitkräfte eine Schlüsselfähigkeit und genieße daher in der Beschaffung höchste Priorität, hieß es bei der Bekanntgabe der Beschaffungspläne im April 2025.
2026 hat die Bundeswehr Verträge mit drei Herstellern geschlossen und setzt bei der Einführung auf Tempo: Qualifizierung, Anpassungen, Truppentests – alles erfolgt parallel und nicht wie früher nacheinander. Denn schon 2027 sollen die Systeme der Brigade Litauen zur Verfügung stehen.
Aufbau eines Drohnenregiments
Verteidigungsminister Boris Pistorius kündigte zudem im Herbst 2026 den Aufbau eines Drohnenregiments beim Heer an. In dem neuen Verband würden die Fähigkeiten im Umgang mit den unbemannten Systemen gebündelt, so der Verteidigungsminister: Aufklärung, Wirkung und Drohnenabwehr. Der neue Verband soll unbemannte Flug- und Bodensysteme einsetzen und vom Nächstbereich bis auf Distanzen von 500 Kilometern aufklären und kämpfen können.
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Zukunft der Landstreitkräfte
Datum
02.10.2026
Ort
Bergen

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Drohne oder Munition?
Datum
02.06.2026

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Cyber Innovation Hub
Datum
29.10.2024
Ort
Berlin

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Unbemannte Systeme
Datum
31.05.2024
Ort
Meppen

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Drohnen und Drohnenabwehr
Datum
05.04.2024
Ort
Meppen





