Gefechtsdienst

01/10/2026 às 06:0524 visualizações
2023 Bundeswehr / Tom Twardy
2023 Bundeswehr / Tom Twardy
Foto: Bundeswehr / Bundeswehr (Alemanha)

Truppenübungsplatz Lehnin im Spätsommer 2023. Neben vielen anderen Einheiten ist auch das Wachbataillon vor Ort. 27 Rekrutinnen und Rekruten aus der dritten Kompanie stehen kurz vor dem Ende ihrer Grundausbildung und zeigen im zweiten Biwak, dass sie reif für die Truppe sind.

Der Marsch: Vom Einfachen zum Schweren

Viel haben die Männer und Frauen in den letzten Monaten gelernt. Wie orientiere ich mich im Gelände? Wie bewege ich mich unauffällig? Worauf kommt es bei der Tarnung meines Helms an? Jetzt heißt es, das Gelernte im Feld anzuwenden – ohne Unterbrechung und ohne feste Unterkunft.

Die Ausbilder erklären ihren Leuten den Auftrag. Die Lage, in der die Rekrutinnen und Rekruten drei Tage lang leben und handeln werden: Sie sollen ein Wasserwerk – also kritische Infrastruktur – schützen. Wie genau sie dorthin kommen – das ist die erste Prüfung, die sie meistern müssen. Denn der Umgang mit Karte und Kompass muss sitzen.

Natürlich nutzt die Bundeswehr auch GPS-Geräte. Technische Hilfsmittel sind aber nie hudertprozentig zuverlässig. Darum müssen Soldatinnen und Soldaten auch fit sein im Orientieren mit Karte und Kompass. 2023 Bundeswehr / Tom Twardy
Natürlich nutzt die Bundeswehr auch GPS-Geräte. Technische Hilfsmittel sind aber nie hudertprozentig zuverlässig. Darum müssen Soldatinnen und Soldaten auch fit sein im Orientieren mit Karte und Kompass. 2023 Bundeswehr / Tom Twardy

Natürlich nutzt die Bundeswehr auch GPS-Geräte. Technische Hilfsmittel sind aber nie hudertprozentig zuverlässig. Darum müssen Soldatinnen und Soldaten auch fit sein im Orientieren mit Karte und Kompass.

2023 Bundeswehr / Tom Twardy
Der Richtungstrupp geht voran. Er kennt die Route und weist den Weg. Noch ist die Lage sicher genug, um auf festen Wegen zu marschieren. In „Schützenreihe“ ist trotzdem jedem ein genauer Sicherungsbereich zugeordnet. 2023 Bundeswehr / Tom Twardy
Der Richtungstrupp geht voran. Er kennt die Route und weist den Weg. Noch ist die Lage sicher genug, um auf festen Wegen zu marschieren. In „Schützenreihe“ ist trotzdem jedem ein genauer Sicherungsbereich zugeordnet. 2023 Bundeswehr / Tom Twardy

Der Richtungstrupp geht voran. Er kennt die Route und weist den Weg. Noch ist die Lage sicher genug, um auf festen Wegen zu marschieren. In „Schützenreihe“ ist trotzdem jedem ein genauer Sicherungsbereich zugeordnet.

2023 Bundeswehr / Tom Twardy

Ohne sich zu verlaufen, kommt die Truppe am Wasserwerk an. Es waren zwar nur sechs Kilometer, aber mit rund 15 Kilo Gepäck auf dem Rücken und dem mit Manövermunition geladenen Sturmgewehr G36 in Patrouillenhaltung sind einige schon etwas platt.

Kampieren

Am Anfang ist die Lage noch ruhig. Feindkräfte sind nicht in Sicht. Das heißt aber noch längst nicht, dass jetzt Entspannung auf dem Programm steht. Die Rekrutinnen und Rekruten müssen für den Ernstfall – also einen feindlichen Angriff – gerüstet sein. Alles, was für das Gefecht und für die Sicherheit der Truppe wichtig ist, hat absolute Priorität. Erst danach ist Zeit, das Zelt aufzubauen und den Schlafsack auszubreiten.

Kameradschaft – also gegenseitig füreinander Verantwortung übernehmen – ist in der Bundeswehr kein bloßes Schlagwort, sondern überlebenswichtig. Im Buddy-Prinzip legt Rekrutin Marie ihrem Kameraden Tarnschminke an. 2023 Bundeswehr / Tom Twardy
Kameradschaft – also gegenseitig füreinander Verantwortung übernehmen – ist in der Bundeswehr kein bloßes Schlagwort, sondern überlebenswichtig. Im Buddy-Prinzip legt Rekrutin Marie ihrem Kameraden Tarnschminke an. 2023 Bundeswehr / Tom Twardy

Kameradschaft – also gegenseitig füreinander Verantwortung übernehmen – ist in der Bundeswehr kein bloßes Schlagwort, sondern überlebenswichtig. Im Buddy-Prinzip legt Rekrutin Marie ihrem Kameraden Tarnschminke an.

2023 Bundeswehr / Tom Twardy
Nicht nur die Fünf-Farb-Tarndruck-Uniform lässt die Soldatinnen und Soldaten mit ihrer Umwelt verschmelzen. Rekrutin Marie – Dienstgrad Jäger – passt ihren Gefechtshelm der Umgebung an. In der Stellung wird sie so beinahe unsichtbar. 2023 Bundeswehr / Tom Twardy
Nicht nur die Fünf-Farb-Tarndruck-Uniform lässt die Soldatinnen und Soldaten mit ihrer Umwelt verschmelzen. Rekrutin Marie – Dienstgrad Jäger – passt ihren Gefechtshelm der Umgebung an. In der Stellung wird sie so beinahe unsichtbar. 2023 Bundeswehr / Tom Twardy

Nicht nur die Fünf-Farb-Tarndruck-Uniform lässt die Soldatinnen und Soldaten mit ihrer Umwelt verschmelzen. Rekrutin Marie – Dienstgrad Jäger – passt ihren Gefechtshelm der Umgebung an. In der Stellung wird sie so beinahe unsichtbar.

2023 Bundeswehr / Tom Twardy

Während die einen damit beschäftigt sind, ihre Tarnung anzulegen, liegt pro Gruppe – rund zehn Mann – ein aufmerksames Zweierteam im Alarmposten und überwacht das Vorfeld. Plötzlich kommt der alarmierende Funkspruch: 

Funkspruch
Zwo feindliche Schützen mit Langwaffen 200 Meter vor eigener Stellung in Querbewegung!

Das Feuergefecht

Das heißt: Alle müssen sich kampfbereit machen! Die Abläufe sitzen. Schnell und lautlos beziehen die Männer und Frauen ihre Stellungen. Diese sind vorbereitet mit Sandsäcken, aber auch mit Moos, Erdreich und dem, was die Natur sonst noch so hergibt. Die Soldatinnen und Soldaten sind gut getarnt und geschützt. Gleichzeitig haben sie freies Schussfeld in die Richtung, aus der Feindkräfte vermutet werden.

Alle sind in Stellung. Der Gruppenführer befiehlt leise: „Fertig machen zum Feuerüberfall!“ Das bedeutet: Niemand schießt, bevor das Kommando dazu kommt. Absolute Stille. Aus dem Nichts brechen dann die Schüsse. Aus allen Gewehren der Gruppe gleichzeitig. So kann der Feind kaum ermitteln, wie viele Waffen auf ihn schießen – und auch nicht rechtzeitig in Deckung gehen. 

Das erste Gefecht verläuft erfolgreich, doch die Lage spitzt sich trotzdem zu: Der Feinddruck wird über die drei Tage des Biwaks kontinuierlich stärker. Immer mehr gegnerische Kämpfer rücken an. Zusätzlich liegt laut dem Szenario Artilleriefeuer auf den Stellungen der Rekrutinnen und Rekruten. Der Zugführer befiehlt: „Gruppenweise sofort ausweichen!“ – das heißt, so schnell wie möglich müssen sich die Männer und Frauen im Eilmarsch vom Feind absetzen. Ob sie’s schaffen, zeigt das Video:

Eilmarsch, Gefecht, Leben im Felde. Drei Tage und zwei Nächte zeigen Rekrutinnen und Rekruten, was sie in den Monaten zuvor gelernt haben.

Urheberrecht: Bundeswehr (Produktionsnummer: 23E28001)
Heimatschutzausbildung bei der Bundeswehr
Fonte
Bundeswehr (Alemanha)
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