Aufwuchs Brigade Litauen: Ergänzende verpflichtende Maßnahmen entschieden

14/09/2026 às 13:5248 visualizzazioni
Der Kampfpanzer Leopard 2 ist eines der Hauptwaffensysteme der Brigade Litauen. Damit er einsatzbereit ist, braucht es nicht nur die Besatzung, sondern auch viele Soldatinnen und Soldaten im Hintergrund, die die moderne Technik warten. 
Bundeswehr/Marco Dorow
Der Kampfpanzer Leopard 2 ist eines der Hauptwaffensysteme der Brigade Litauen. Damit er einsatzbereit ist, braucht es nicht nur die Besatzung, sondern auch viele Soldatinnen und Soldaten im Hintergrund, die die moderne Technik warten. Bundeswehr/Marco Dorow
Foto: Bundeswehr / Bundeswehr (Alemanha)

Aufwuchs Brigade Litauen: Ergänzende verpflichtende Maßnahmen entschieden

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Die Brigade Litauen wächst stetig. Bis Ende 2027 wird sie als einsatzbereite Kampftruppenbrigade an der NATO-Ostflanke stehen. Rund 80 Prozent der Stellen sind bereits jetzt durch Freiwillige besetzt – und die Anzahl der Meldungen steigt. Damit die Brigade ihren Auftrag erfüllen kann, greifen in wenigen Bereichen nun auch verpflichtende Maßnahmen.

Der Kampfpanzer Leopard 2 ist eines der Hauptwaffensysteme der Brigade Litauen. Damit er einsatzbereit ist, braucht es nicht nur die Besatzung, sondern auch viele Soldatinnen und Soldaten im Hintergrund, die die moderne Technik warten. Bundeswehr/Marco Dorow
Der Kampfpanzer Leopard 2 ist eines der Hauptwaffensysteme der Brigade Litauen. Damit er einsatzbereit ist, braucht es nicht nur die Besatzung, sondern auch viele Soldatinnen und Soldaten im Hintergrund, die die moderne Technik warten. Bundeswehr/Marco Dorow

Der Kampfpanzer Leopard 2 ist eines der Hauptwaffensysteme der Brigade Litauen. Damit er einsatzbereit ist, braucht es nicht nur die Besatzung, sondern auch viele Soldatinnen und Soldaten im Hintergrund, die die moderne Technik warten.

Bundeswehr/Marco Dorow

Beinahe vier Fünftel des Personals der Brigade Litauen konnten bislang durch freiwillige Meldungen besetzt werden. Gerade in den vergangenen Monaten ist ein steiler Anstieg der Freiwilligenmeldungen zu verzeichnen: Seit Mai haben sich mehr als 2.500 Soldatinnen und Soldaten freiwillig für den Dienst im Baltikum gemeldet. 

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Verteidigungsminister Boris Pistorius Bundeswehr/Norman Jankowski
„Keine drei Jahre nach der ersten Ankündigung steht heute fest, dass die Brigade Litauen wie geplant Ende 2027 ihren Einsatz an der NATO Ostflanke aufnehmen wird. Infrastruktur, Material und Personal werden rechtzeitig bereitstehen, damit die erste voll kampfbereite Brigade der Bundeswehr im Ausland einsatzfähig ist.“

Das alles zeigt, die Attraktivitätsmaßnahmen für den Dienst in Litauen greifen. Auch in den kommenden Monaten wird mit weiteren Freiwilligenmeldungen gerechnet, weshalb Verteidigungsminister Boris Pistorius weiterhin primär auf das Freiwilligkeitsprinzip als Maxime setzen will.

Deutschland, ein verlässlicher Bündnispartner

Die Stationierung der Brigade in Litauen ist ein deutliches Zeichen von Deutschlands Bündnissolidarität im Einklang mit den Verteidigungsplänen der NATO. Es zeigt: Deutschland übernimmt Verantwortung in der Allianz. Für ihren Auftrag, die Verteidigung und Abschreckung an der NATO-Ostflanke, muss die Brigade Litauen bis Ende 2027 voll einsatzbereit sein. Neben der weiteren Freiwilligenwerbung werden daher für wenige Bereiche nun auch ergänzende verpflichtende Maßnahmen greifen.

Ähnlich der Lage auf dem zivilen Arbeitsmarkt gibt es auch in der Bundeswehr Verwendungen, die mit langer Qualifizierung verbunden und naturgemäß weniger verfügbar sind, beispielweise in der Logistik oder Informationstechnik. Deshalb sollen in Mangelbereichen auch die Anwendung von Kurzzeitkommandierungen, Rotationsmodellen und dienstlichen Kurzzeitaufenthalten geprüft werden. Ein Schiffskoch (Smutje) zum Beispiel, der bei einem längeren Werftaufenthalt seines Schiffes dort nicht benötigt wird, könnte auf Kommandierungsbasis für einige Monate in Litauen eingesetzt werden. Auf diese Weise können Funktionsfähigkeit und Einsatzbereitschaft der Brigade genauso wie die von Verbänden und Einheiten in Deutschland sichergestellt werden.

Einsatzbereitschaft geht im Zweifel vor Freiwilligkeit

Der Anteil der Verpflichtungen wird voraussichtlich im mittleren dreistelligen Bereich liegen. Sie alle werden in enger Abstimmung mit den militärischen Organisationsbereichen und immer mit dem Blick auf Deutschlands gesamten Beitrag im Bündnis erfolgen. Der Erhalt der Einsatzbereitschaft der Bundeswehr hat oberste Priorität und ist bei allen Maßnahmen das entscheidende Bewertungskriterium. Auch wenn die persönlichen Belange der Soldatinnen und Soldaten so weit wie möglich Berücksichtigung finden werden, gilt: Einsatzbereitschaft geht im Zweifel vor Freiwilligkeit.

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