Neun lokale Initiativen im StadtteilIguatemiim Osten von São Paulo haben sich zu einer Föderation zusammengeschlossen, um ihre Kräfte zu bündeln und einen privaten Garten in der Gegend in ein Kulturzentrum mit kostenlosen Freizeit-, Sport- und Berufsausbildungsprogrammen umzuwandeln.
DieChácara Recanto Verde do SolEs ist ein privater Raum, aber seit 2022 wurde er von einer der Organisationen der Koalition, der Associação Chácara Recanto, gemietet. Die Organisation nutzt die Räumlichkeiten, um private Veranstaltungen zu veranstalten und Gelder für gemeinschaftliche Aktivitäten wie Backkurse und Wohltätigkeitsessen zu sammeln. Die Idee ist nun, die Maßnahmen für die Gemeinschaft zu erweitern.
Dazu haben sich die neun Organisationen als die Fédération União zusammengeschlossen, die im Juni 2026 gegründet wurde, als ein Zentrum für soziale und kulturelle Aktivitäten im Viertel Recanto Verde do Sol in Iguatemi. Seitdem nutzen sie die Chácara als Hauptsitz und arbeiten mit Gemeindeführern, Anwohnern und anderen Organisationen zusammen, um die angebotenen Aktivitäten zu erweitern.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Stärkung des Dialogs mit der öffentlichen Verwaltung – ohne die Unabhängigkeit der Organisationen zu gefährden. Am 14. August trafen sich Vertreter der Fédération mit dem Vizepräsidenten vonSão MateusOzziel Souza, um Vertreter, präsentierte den Standort und die Vorschläge für das Grundstück. Der Vertreter zeigte sich bereit, das Projekt zu unterstützen.
Der nächste Schritt ist, Vertreter der Stadtämter für Sport und Kultur einzuladen, um die Chácara und die Realität des Gebiets kennenzulernen. In den kommenden Wochen werden Mitglieder der Fédération einen Projekt für sportliche Aktivitäten erstellen und an die Stadtverwaltung zur Partnerschaft senden.
„Wir haben zuerst mit unseren Mitarbeitern begonnen, um alles zu organisieren, und dann mehr Leute hinzugezogen“, sagt Lucas Machado, 45, Präsident der Associação Chácara Recanto. Seit 2022 ist er für den Betrieb des Bereichs der Chácara Recanto verantwortlich, im Rahmen eines Mietvertrags.
Das Ziel ist es, den Erwerb des Grundstücks zu finanzieren und es offiziell im Namen der Föderation zu registrieren, um sicherzustellen, dass der Bereich ein dauerhafter kultureller und Freizeitort für die Gemeinde ist.
Weitere acht Organisationen schließen sich der Föderation an, darunter: Página Recanto Verde do Sol, Instituto Unido Recanto Verde do Sol, Instituto Laços e Afetos, Associação Esperança, Projeto Anjos Missionários, Associação Amigos do Bairro Jardim Limoeiro II, Associação Mudando Histórias und Sociedade Amigos do Bairro Vila Leme e Jardim dos Marianos.
„Es gibt viele Menschen, die hier seit 40 Jahren leben und noch nie hineingegangen sind, um zu sehen, wie die Chácara wirklich ist. Der Traum vieler älterer Menschen war, sie zu besuchen.“
Vânia Lopes, 43, Vizepräsidentin der Associação Chácara Recanto
Die Hacienda wurde in den 1980er Jahren gebaut und umfasst etwa 5.000 Quadratmeter. In den letzten Jahren wurde der Ort für Funk-Partys genutzt, bis die Föderation die Verwaltung übernahm.
Ein neues Projekt
In den fünf Jahren, in denen Lucas die Hacienda leitet, hat er Renovierungen am Ort durchgeführt, der nur einen Pool und ein noch unfertiges Haus hatte. "Wir haben drei Jahre lang renoviert, um den Raum zu regulieren. Im Februar dieses Jahres haben wir ihn wieder aktiver genutzt", erzählt er.
Laut der Föderation unterstützt der Eigentümer die Idee, ihn in ein Kulturzentrum umzuwandeln. Tatsächlich hat die Hacienda seit ihrer Wiedereröffnung Aktivitäten für die Gemeinde angeboten, darunter Konditoreikurse und Wohltätigkeitsveranstaltungen.
Darüber hinaus ist die Anlage – mit Billardtischen, Bar und Pool – kostenlos für die Anwohner der Gegend, die Veranstaltungen wie Geburtstage und Zusammenkünfte organisieren möchten. Besucher aus anderen Bezirken zahlen eine Gebühr von 10 R$ für die Instandhaltung.
„Für Geburtstage und Hochzeiten berechnen wir auch keine Miete. Unser einziges Einkommen stammt aus dem Verkauf von Essen und Getränken während dieser Veranstaltungen, um die Chácara und die Projekte zu unterstützen“, erklärt Lucas.
Der Bereich kann am Wochenende zwischen 300 und 500 Personen aufnehmen. Am Montag bleibt der Bereich wegen Wartung und Reinigung des Pools geschlossen.
Ein Kulturzentrum im Recanto
Die Pläne für die gemeinschaftliche Nutzung der Chácara sind vielfältig. Das erste ist, den Hof in ein Kino für Kinder umzuwandeln. Danach soll ein beheizter Pool gebaut werden, damit ältere Menschen im Winter Wassergymnastik betreiben können, sowie ein Rasenspielfeld für die Einrichtung einer Fußballschule.
In einem der heute ungenutzten Räume plant die Gruppe auch, Computerkurse anzubieten, um die Jugendlichen im Viertel auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Zu den zukünftigen Plänen gehören auch Capoeira- und Theaterkurse.

„Hier ist ein Freizeitbereich „für Wohlhabende“. Wenn wir keine Verein hätten, müssten die Leute dafür bezahlen, ihn zu nutzen. Mit unserem Projekt werden wir gemeinsam mit der Gemeinschaft daran arbeiten, damit sie am Alltag teilnehmen können, uns zu unterstützen und allen Wohlbefinden zu bieten“, sagt Lucas.
Lücken füllen
Das Fehlen kultureller Einrichtungen im Jardim Iguatemi ist der Hauptgrund für die Bundesvereinigung, die Chácara in einen dauerhaften Treffpunkt zu verwandeln.
Unter den Bezirken der SubpräfekturSão Mateus(Iguatemi, São Mateus und São Rafael), Iguatemi ist der einzige, der keine eigeneKulturhaus besitzt.
LautGeoSampa, digitales Stadtplan von São Paulo, der wichtigste kulturelle Ort im Bezirk ist dasCEU Alto Alegre, das sich im Stadtteil Alto Alegre befindet, neben dem Recanto, und eine Bibliothek, einen Pool, zwei Multisportplätzen und ein Theater hat. Eine weitere Referenz ist dasCEU São Mateus, das sich im Parque Boa Esperança befindet, etwa 6 Kilometer vom Recanto Verde do Sol entfernt.

Der Vertreter des Instituto Recanto Verde do Sol, Wellington Rodrigues, 44, bekannt als Preto, empfindet, dass der Stadtteil von der öffentlichen Verwaltung vernachlässigt wird. „Die Freizeiteinrichtungen und Kulturangebote sind derzeit sehr begrenzt. Es gibt nichts für die Kinder“, bedauert er.
Vânia von der Associação Chácara Recanto stimmt zu und ergänzt, dass auch Programme zur Unterstützung der vulnerablen Familien in der Region fehlen. „Viele denken, dass die gesamte Gemeinschaft von Leistungen wie Grundnahrungsmittel, Milch, Gemüse- und Obstverteilung profitiert… Nur wer vor Ort ist, weiß, dass wir das nicht haben“.
Agência MuralDer BeitragVereine schließen sich zusammen, um die Iguaçu-Hofanlage in ein Kulturzentrum zu verwandelnerschien zuerst inAgência Mural.


