„Offenheit bewahren, auch damit sich jüdisches Leben weiter entfalten kann“

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11/09/2026 às 07:00163 visualizações
Ein Ritual zu Rosch Haschana: Das Tauchen von Apfelstücken in Honig – verbunden mit dem Wunsch für ein gutes neues Jahr. 

Foto: picture alliance/Shotshop/valentyn seme
Ein Ritual zu Rosch Haschana: Das Tauchen von Apfelstücken in Honig – verbunden mit dem Wunsch für ein gutes neues Jahr. Foto: picture alliance/Shotshop/valentyn seme
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Ein Ritual zu Rosch Haschana: Das Tauchen von Apfelstücken in Honig – verbunden mit dem Wunsch für ein gutes neues Jahr
Ein Ritual zu Rosch Haschana: Das Tauchen von Apfelstücken in Honig – verbunden mit dem Wunsch für ein gutes neues Jahr — picture alliance/Shotshop/valentyn seme

Ein Ritual zu Rosch Haschana: Das Tauchen von Apfelstücken in Honig – verbunden mit dem Wunsch für ein gutes neues Jahr.

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In diesem Jahr begeht die jüdische Gemeinschaft Rosch Haschana, das jüdische Neujahrsfest, ab dem Abend des 11. Septembers und an den beiden darauf folgenden Tagen. Durch die unterschiedliche Zählung im jüdischen und gregorianischen Kalender fällt Rosch Haschana jedes Jahr auf ein anderes Datum – in der Regel in den September oder Oktober des gregorianischen Kalenders. Dabei steht das Erleben von Gemeinschaft ganz besonders im Mittelpunkt.

Grußwort von Bundeskanzler Friedrich Merz:

Zum Neujahrsfest Rosch Haschana übermittele ich Ihnen meine herzlichen Grüße.

Rosch Haschana lädt dazu ein, auf das vergangene Jahr zurückzuschauen: Auf Erlebnisse, die geprägt haben; auf Momente, die zum Nachdenken angeregt haben; auf die Zeit, die Sie zusammen mit Freunden und Familien verlebt haben.

Mir ist bewusst, dass auch das vergangene Jahr nicht unbeschwert war: Mit Entsetzen schauen wir auf die antisemitischen Vorfälle und Angriffe. Jeder Einzelne ist zu viel. Ich versichere Ihnen, dass die Bundesregierung mit aller Kraft dagegen angehen und Antisemitismus in unserem Land nicht dulden wird. Wir setzen uns dafür ein, dass Jüdinnen und Juden hierzulande sicher und geschützt leben können – damit das nächste Jahr besser wird.

Rosch Haschana lädt dazu ein, den Blick auf das neue Jahr zu richten. Unsere freiheitliche Gesellschaft steht unter Druck, die Feinde der Demokratie und der Toleranz sammeln ihre Kräfte. Dagegen werden wir mit aller Entschlossenheit  angehen. Wir wollen unsere Offenheit bewahren, auch damit sich jüdisches Leben weiter entfalten kann und es viele positive Gelegenheiten für Begegnung, Austausch und Dialog geben wird.

Ich freue mich, dass mit dem Gemeindetag im Dezember bereits ein erster Anlass in Sichtweite ist. Der Gemeindetag ist ein Raum für Austausch und Miteinander. Das Motto des diesjährigen Gemeindetages zeigt dabei die Leitlinie auf: „Zusammen füreinander“.

Dies ist eine Haltung, die wir uns als gesamte Gesellschaft zu eigen machen können. Die vielen Herausforderungen unserer Zeit können wir nur meistern, wenn wir gemeinsam Lösungen suchen und Verantwortung übernehmen. Wenn möglichst viele sich daran beteiligen, werden wir unsere Zukunft gut gestalten und zuversichtlich nach vorne schauen können.

Ich wünsche Ihnen für die kommenden Tage einen solch zuversichtlichen Blick und viele stärkende Begegnungen mit Freunden und Familie.

Schana Towa!
 

Dieses Grußwort ist am 10. September 2026 in der Jüdischen Allgemeinen erschienen.

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